

Manche Käsesorten überzeugen durch ihren Geschmack, andere bieten zusätzlich eine kleine Überraschung: Burrata gehört dazu. Es genügt, ihre glatte, schneeweiße Oberfläche anzuschneiden, um ein kleines Schauspiel zu erleben: Die Hülle öffnet sich langsam und gibt einen cremigen, samtigen Kern frei. Ein Herz, das die ganze Magie der apulischen Käsetradition in sich trägt – geprägt von Einfallsreichtum, Einfachheit und Liebe zur Milch.
Was ist Burrata und warum heißt sie so
Burrata ist ein frischer Pasta-Filata-Käse, der ausschließlich aus Kuhmilch hergestellt wird (auch wenn es heute auch Varianten aus Büffelmilch gibt). Sie hat die Form eines kleinen Säckchens aus einer Schicht gezogener Käsemasse, ähnlich der für Mozzarella verwendeten, und wird traditionell mit einem Bastfaden verschlossen. Im Inneren befindet sich ihr charakteristischstes Element: Stracciatella, eine unwiderstehliche Füllung aus feinen Fäden gezogener Käsemasse – den sogenannten „stracci“ – gemischt mit frischer Sahne. Das Ergebnis ist eine reichhaltige, umhüllende und unglaublich zarte Creme.
Der Name „Burrata“ leitet sich von ihrer weichen, buttrigen Konsistenz ab, die an Butter erinnert und dennoch die typische Frische frisch hergestellter Milchprodukte bewahrt. Ihr Geschmack ist zart, milchig und ausgewogen und überzeugt selbst anspruchsvolle Gaumen.

Cesarine-Erlebnisse mit Burrata
Entdecken und genießen Sie diese Spezialität aus Apulien bei einer der vielen Cesarine-Erlebnisse: Probieren Sie Burrata in traditionellen Gerichten, lernen Sie, wie man sie in der Küche am besten zur Geltung bringt, und erleben Sie einen authentischen Moment der Geselligkeit am Tisch.


Die Ursprünge: eine Geschichte aus der Not geboren
Burrata stammt aus Apulien, genauer gesagt aus der Gegend von Andria. Im Jahr 2016 erhielt sie die IGP-Anerkennung.
Im Gegensatz zu vielen traditionellen italienischen Käsesorten ist ihre Geschichte relativ jung. Der bekanntesten Erzählung zufolge entstand sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts dank der Kreativität des Käsemeisters Lorenzo Bianchino in Castel del Monte.
An einem verschneiten Wintertag – einige Quellen sprechen von den 1920er oder 1930er Jahren, andere vom Winter 1956 – verhinderte ein starker Schneefall den Transport frischer Milch von den landwirtschaftlichen Höfen in die umliegenden Orte. Um die wertvolle Milch des Tages nicht zu verlieren, hatte der Käser eine geniale Idee: die Reste aus der Mozzarellaproduktion zu verwenden.
Diese kleinen Fäden gezogener Käsemasse, die im Filierwasser zurückblieben und „stracci“ genannt werden, wurden mit frischer Sahne vermischt und ergaben Stracciatella. Die Mischung wurde anschließend in kleine Säckchen aus derselben Käsemasse wie Mozzarella gefüllt. So entstand Burrata: ein Produkt, das Reste in eine echte gastronomische Spezialität verwandelte. Die Idee orientiert sich auch an der Tradition der manteche, Hüllen aus gereifter Pasta Filata, in denen Butter aufbewahrt wurde. Die Familie Bianchino übertrug dieses Prinzip auf ein frisches und besonders köstliches Produkt.
Die traditionelle Verpackung
Früher wurde Burrata auf sehr charakteristische Weise verpackt: Jede Kugel wurde in Asphodelblätter gewickelt, eine wild wachsende Pflanze, die typisch für das Murge-Hochland ist.
Neben dem eleganten Farbkontrast zum weißen Käse hatten die Blätter auch eine aromatische und praktische Funktion: Sie zeigten die Frische des Produkts an. Mit den Tagen welkten die Blätter und signalisierten, dass die Burrata möglichst bald verzehrt werden sollte.
Wie man Burrata am besten genießt
Burrata ist ein Käse, der am besten ganz frisch schmeckt. Ihr Aroma bleibt nur wenige Tage nach der Herstellung unverändert.
Am besten wird sie am Tag des Kaufs verzehrt. Wird sie im Kühlschrank aufbewahrt, sollte man sie mindestens eine Stunde vor dem Servieren herausnehmen, damit sie wieder die richtige Temperatur erreicht und ihre Cremigkeit voll zur Geltung kommt.
Die einfachste – und vielleicht perfekte – Art, sie zu genießen, ist pur, vielleicht mit einem Schuss extra nativem Olivenöl und gutem Brot.
Burrata ist jedoch auch in der Küche äußerst vielseitig. Man kann sie verwenden, um:
- ein Risotto cremig zu machen
- einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce zu vollenden
- einen frischen Salat zu bereichern
- eine Pizza mit einer köstlichen Note zu verfeinern
Egal, wie sie serviert wird: Der Moment, in dem sie geöffnet wird und ihre Stracciatella herausfließt, bleibt immer derselbe – ein kleiner, unwiderstehlicher Genuss.