

Was ist Farinata?
Die Farinata, mit ihrer goldbraunen, knusprigen Oberfläche und der weicheren Unterseite, gilt als eines der beliebtesten Street-Foods in Ligurien. Eine herzhafte Torte aus einfachen Zutaten: Kichererbsenmehl, natives Olivenöl, Salz und Wasser, geeignet für alle – Zöliakie-Betroffene, Veganer und Vegetarier.
Wer nach Genua kommt, muss sie unbedingt probieren und wird sich verlieben, besonders frisch aus dem Ofen!
Wenn Sie diese Köstlichkeit auf den Tisch bringen möchten, die durch Knusprigkeit und natürlichen Geschmack überzeugt, serviert mit Saucen und leckeren Beilagen, hier ist das Rezept der Farinata mit Portulak von Cesarina Barbara aus Mailand.
Was ist Portulak?
Portulak ist ein wild wachsendes Kraut, das im Sommer in Gärten und Feldern reichlich gedeiht und wertvolle Nährstoffe wie Mineralien und Vitamine liefert.


Farinata mit Portulak
Das ligurische Street Food schlechthin, pur oder mit köstlichen Zutaten genießen
Zutaten
- 200 g Kichererbsenmehl
- 600 g Wasser
- 50 g natives Olivenöl
- Eine Handvoll Portulakblätter oder andere Wildkräuter (oder Blätter von Roter Bete, Agretti oder anderem Blattgemüse)
Zubereitung
- Kichererbsenmehl langsam mit Wasser unter Rühren vermischen, Klumpen vermeiden.
- Ein paar Stunden oder über Nacht ruhen lassen (macht das Mehl bekömmlicher).
- Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzufügen und gründlich mischen.
- Portulakblätter unterheben.
- Den Teig in einer geölten Form auf ca. 3 mm Dicke gießen.
- Backofen auf 200°C vorheizen.
- Ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
- In Scheiben oder Quadrate schneiden und mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren.
“Die” Farinatas
Es gibt viele Varianten in Ligurien: der Grundteig kann mit Rosmarin, Borretsch oder Artischocken ergänzt werden. Sie wird im Holzofen gebacken und in den “sciamadde” serviert, typischen Lokalen der Altstadt, spezialisiert auf frittierte und gebackene Produkte.
In Genua heißt sie “fainâ de çeixi” und wurde traditionell an Allerheiligen und Neujahr serviert, ausschließlich im Holzofen gebacken. In Pisa heißt sie cecina, in Savona turtellassu und in Livorno torta di ceci.
Herkunft der Farinata
Die Farinata ist ein sehr altes Gericht, etwa 2000 Jahre alt, eingeführt von der Seerepublik Genua durch den Handel mit der arabischen Welt, wo Kichererbsen Grundnahrungsmittel waren. Ihre Entstehung ist von Geschichte und Legende geprägt.
Da Weizenmehl ein Luxus war, sollen Soldaten diese einfache Pizza aus Kichererbsenmehl und Wasser zubereitet und in der Sonne auf Schilden gebacken haben.
Der Legende nach entstand sie 1284: Bei einem schweren Sturm kippte auf den genuesischen Schiffen nach der Schlacht von Meloria gegen Pisa Kichererbsensäcke und Öltonnen um. Kichererbsen und Öl vermischten sich mit dem Meerwasser, und die Matrosen mussten von dieser ungewöhnlichen Mischung essen: sie ließen alles in der Sonne trocknen und formten “Fritters” auf Kupferblechen. So entstand eines der beliebtesten Gerichte der ligurischen Küche.
Treue zur Tradition bewahrte die Farinata ihren Reiz und bezauberte englische und amerikanische Reisende des 19. Jahrhunderts, wie den Schriftsteller Charles Dickens.

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