Du sitzt an einem Holztisch in einer Berghütte in großer Höhe, wo die kühle Brise dein Gesicht streift, die Luft nach Gras duftet und der Blick über die Gipfel schweift, die sich in der Abenddämmerung rosa färben. Weiter unten im Tal erstrecken sich die Wiesen in intensivem Grün, durchzogen von Blumen und Stille. In dieser unberührten Landschaft finden manche Aromen ihre perfekte Dimension.
Unter ihnen ist sie: die Buchweizentorte. Eine echte Bergtorte, ein Dessert, das in der Höhe entstanden ist und den unverfälschten Charakter seiner Heimat in sich trägt. Elegant, ohne jemals prahlerisch zu sein. Sie versucht nicht mit Spezialeffekten zu beeindrucken, sondern überzeugt schon beim ersten Bissen dank des Geschmacks Kontrasts, der sie einzigartig und unverwechselbar macht.
Die Hauptzutat ist Buchweizen, der trotz seines Namens kein Getreide ist. Es handelt sich um einen Samen, der seit jeher mit Norditalien, insbesondere mit dem Trentino-Südtirol, verbunden ist. Hier, wo Weizen aufgrund von Klima und Höhenlage nur schwer wuchs, wurde Buchweizen zum Protagonisten der Alltagsküche, eine Zutat, die von Anpassung und Tradition erzählt.
Ein Beweis dafür ist das Rezept der Buchweizentorte unserer Cesarina Costanza aus Trient.
„Es ist der Kuchen, den meine Mutter jeden Sonntag gebacken hat, deshalb ist er noch besser und voller Erinnerungen.“
In diesen Worten steckt der ganze Sinn eines hausgemachten Desserts, das von Generation zu Generation weitergegeben wird und ein einfaches Stück Kuchen in eine Reise durch die Zeit verwandeln kann.
Buchweizenmehl hat einen unverwechselbaren, fast gerösteten Geschmack mit leicht rauchigen Noten. Es ist intensiv und kräftig und braucht gerade deshalb einen Gegenpol. Johannisbeermarmelade ist keine zufällige Wahl: Ihr säuerlicher und leicht bitterer Geschmack ist das Geheimnis des Erfolgs dieser Torte. Der lebendige Nachgeschmack der Johannisbeere schafft jenen Kontrast, der im Gedächtnis bleibt.
Es gibt noch ein weiteres Detail, das sie besonders macht: Sie ist von Natur aus glutenfrei und daher für alle geeignet. Alt und zugleich modern findet man die Buchweizentorte heute in allen Berg Konditoreien, aber auch in Bistros der Städte.
Buchweizentorte
Ein glutenfreies Bier Dessert, das den gerösteten Charakter des Buchweizens mit der säuerlichen Note von Johannisbeermarmelade verbindet
Zutaten
- 200 g Buchweizenmehl
50 g gemahlene Mandeln
200 g Zucker
180 g Butter bei Raumtemperatur
4 Eier
1/2 Päckchen Backpulver
1 Glas Johannisbeermarmelade
Zubereitung
- Butter und Zucker sehr gut verrühren, bis eine glatte Creme entsteht.
- Das Buchweizenmehl hinzufügen und erneut sehr gut verrühren.
- Die gemahlenen Mandeln hinzufügen und weiter mischen.
- Die Eigelbe einzeln hinzufügen und gut unterrühren.
- Falls nötig, den Teig mit sehr wenig Milch geschmeidiger machen.
- Die Eiweiße steif schlagen und unter den Teig heben.
- Auch das Backpulver hinzufügen.
- Alles in eine gefettete und bemehlte Springform mit 22 cm Durchmesser geben.
- Im statischen Ofen bei 180°C etwa 35 Minuten backen.
- Die Torte herausnehmen und abkühlen lassen.
- Die Torte halbieren.
- Mit Marmelade füllen.
- Wieder zusammensetzen und mit Puderzucker bestäuben.
- Mit Sahnetupfen garnieren.