

Heute stellen wir Ihnen eine typische Süßspeise aus Venetien und der Lombardei vor: die Fregolotta. Meist wird sie zu Weihnachten gebacken, doch sie ist so gut, dass jeder Anlass der richtige ist.
Die Hauptzutat dieses Kuchens ist die Mandel, ein Symbol für Licht und Neubeginn. Der Name „Fregolotta“ stammt von den Dialektwörtern „fregola“, „sbrisa“, „rosegar“ und verweist auf ihre krümelige Struktur. Traditionell wird sie im Ganzen serviert und mit einem Löffel oder mit den Händen gebrochen, um sie zu teilen. Die Stücke, die „Fregole“, genießt man, indem man sie in ein Gläschen Grappa oder in einen guten Passito oder Moscato aus Venetien taucht.
Eine schöne Idee ist es, Miniportionen als Geschenk oder als Platzkärtchen auf einer festlich gedeckten Tafel zu verwenden.

Fregolotta
Der Mandelkuchen der venezianischen und lombardischen Tradition
Zutaten
- Mengen für 2 Backformen mit 20 cm Durchmesser oder 20 Miniportionen:
- 250 g Mandeln
- 200 g feines Maismehl
- 200 g Weizenmehl Typ 0 oder Reismehl
- 200 g weiche Butter
- 210 g Zucker
- 2 Eigelb
- Bio-Zitronenschale nach Bedarf
Zubereitung
- Bringen Sie Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen und blanchieren Sie die Hälfte der Mandeln eine Minute lang. Abgießen und schälen. Gut trocknen lassen.
- Hacken Sie die geschälten und ungeschälten Mandeln grob und legen Sie, wenn gewünscht, einige ganze Mandeln zur Dekoration beiseite.
- Mischen Sie die Mehle mit der Butter, den Mandeln und der geriebenen Zitronenschale rasch mit den Händen.
- Fügen Sie 180 g Zucker und die leicht verquirlten Eigelbe hinzu. Vermengen Sie alles, bis eine grobkrümelige Masse entsteht.
- Fetten Sie eine Backform oder kleine Förmchen ein und geben Sie die Masse hinein, ohne sie zu stark anzudrücken, etwa 1,5–2 cm hoch.
- Bestreuen Sie die Oberfläche mit dem restlichen Zucker und dekorieren Sie mit den beiseitegelegten ganzen Mandeln, die gut in den Teig gedrückt werden.
- Backen Sie bei 180°C im Umluftofen etwa 25–35 Minuten (je nach Größe).
- Abkühlen lassen, aus der Form lösen und servieren (oder verschenken).
Tipp: Sie können die Küchlein einfrieren, um immer ein Stück parat zu haben – ideal nach einem spontanen Abendessen oder zum Kaffee.
Die Ursprünge der Fregolotta
Der Kuchen stammt aus Castelfranco Veneto. Auch wenn seine Ursprünge ungewiss sind (wahrscheinlich im venezianischen 18. Jahrhundert), ist der Beginn der handwerklichen Produktion genauer datierbar. 1926 griff Tante Evelina in der Trattoria der Familie Zizzola auf ein Rezept zurück, das sie von einer Freundin aus Mogliano Veneto erhalten hatte, und begann, dieses köstliche Dessert für die Gäste zuzubereiten. Bald wurde die Fregolotta zunächst in ganz Venetien und später auch darüber hinaus bekannt.
