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Gnudi

Zwischen Tradition und Kunst der Resteverwertung: Gnudi

Heute zeigen wir gemeinsam mit unserer Cesarina Genny aus Rapolano Terme, wie man ein typisches Gericht der toskanischen Gastronomietradition zubereitet: Gnudi.

Gnudi stammen ursprünglich aus dem Gebiet um Siena und verbreiteten sich später in der gesamten Region. Ihr Name kommt aus dem Dialekt und bedeutet „ohne Kleidung“, da es sich um Ravioli handelt, die ausschließlich aus der Füllung bestehen. Der Name „Gnudi“ ist daher treffend und zugleich charmant, denn diese Ravioli sind „nackt“, also ohne die Pasta, die sie normalerweise umhüllt. Die Füllung, das zentrale Element des Gerichts, basiert auf Ricotta und Spinat (oder anderen Gemüsesorten je nach lokaler Variante) und wird mit Parmesan, Ricotta sowie Gewürzen wie Muskatnuss und Salz verfeinert.

Auf den ersten Blick mag das Gericht schlicht erscheinen, doch tatsächlich ist es eine Verbindung aus Tradition und Geschmack.

„Typisch für die toskanische Tradition wird dieses Gericht, das besonders zur Weihnachtszeit zubereitet wird, als Methode geboren, um die übrig gebliebene Füllung von Ravioli weiterzuverwerten.“

Gnudi sind ein Gericht bäuerlichen Ursprungs, wie viele andere Speisen der sogenannten cucina povera, und stellen ein hervorragendes Beispiel dafür dar, wie die toskanische Küche es verstanden hat, sehr einfache Grundzutaten aufzuwerten und in geschmackvolle Gerichte zu verwandeln. Früher dienten sie dazu, Reste von hausgemachter Pasta zu nutzen; heute werden sie mit Sorgfalt zubereitet, von Liebhabern schlichter Küche geschätzt und auch in traditionellen Restaurants angeboten.

Gnudi sind somit ein ausgezeichnetes Beispiel für ein Anti-Verschwendungs-Rezept. In einer Zeit wie der heutigen sind der Schutz der Umwelt und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung einfache, aber wichtige Maßnahmen, die wir alle umsetzen sollten.
Wenn Sie sich für weitere Rezepte zur Resteverwertung interessieren, finden Sie in unserem Kochbuch eine eigene Rubrik mit Gerichten, die übrig gebliebenen Zutaten ein zweites Leben schenken.

Gnudi

Gnudi

Entstanden aus bäuerlicher Weisheit sind Gnudi ein Symbol der toskanischen Küche ohne Verschwendung

Zubereitungszeit30m
Kochzeit20m
Portionen4
KostenNiedrig

Zutaten

  • 500 g gekochter Spinat
  • 300 g Ricotta
  • 100 g Parmesan
  • Eine Prise Muskatnuss
  • 2 Esslöffel Kartoffelstärke
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

  • Für die Béchamelsauce:
  • 50 g Butter
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 500 ml Milch
  • Salz nach Geschmack
  • 1 Prise Muskatnuss

Zubereitung

  • Den Spinat kochen und gut ausdrücken.
  • Zusammen mit Ricotta, Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Kartoffelstärke fein hacken bzw. vermengen.
  • Die Masse mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Mit Hilfe von zwei Löffeln Nocken (Quenelles) formen.
  • Diese in eine Auflaufform legen.
  • Mit Béchamelsauce und Parmesan bedecken (nach Wunsch kann auch etwas Tomatensauce hinzugefügt werden, um dem Gericht mehr Farbe zu verleihen).
  • Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 20 Minuten backen.
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