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Antonio Campo und Gäste

Lernen wir Cesarino Antonio kennen

In diesem besonderen Bereich heißen wir die neuen Cesarine und Cesarini willkommen, die gerade unserer Community beigetreten sind. Jeden Monat entdecken wir gemeinsam, wer sie sind, woher sie kommen, wie sie unsere Community kennengelernt haben und welche besonderen Geschichten und Rezepte sie mitbringen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam die Schönheit der italienischen Küche zu feiern.

Heute stellen wir euch Cesarino Antonio direkt aus Palermo vor. Mit großer Begeisterung hat Antonio unsere Interviewfragen beantwortet, die ihr unten lesen könnt.

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Wie ist deine Leidenschaft für die italienische Küche entstanden?

Mein Weg in die Gastronomie begann auf eher ungewöhnliche Weise, nämlich mit der Architektur – meine Leidenschaft entspringt der Kunst.

Man kann sagen, dass meine Leidenschaft für die italienische Küche ihre Wurzeln am heimischen Herd hat. Als ich klein war, verbrachte ich Stunden in der Küche mit meiner Mutter. Sie kochte sehr viel, und ich beobachtete sie, half ihr und kochte gemeinsam mit ihr. Das war eine prägende Erfahrung: Von ihr habe ich die Geheimnisse der italienischen Küche gelernt. Mit der Zeit ist es mir gelungen, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen und so in die Welt der Gastronomie einzusteigen.

Wie hast du die Community von Cesarine kennengelernt?

Anfangs war mein Wissen über die Community von Cesarine eher oberflächlich und beruhte auf dem, was ich hier und da gehört hatte. Ich hatte zwar von ihr gehört, kannte sie aber nicht wirklich.

Alles änderte sich, als eine sehr gute Freundin mir ausführlicher davon erzählte und mich ermutigte, es einfach zu versuchen. Dieses Gespräch hat mich dazu bewegt, mich selbst herauszufordern, und von diesem Moment an wurde ich Teil der Community von Cesarine.

Was gefällt dir daran, Teil dieser Community zu sein?

Was mich an Cesarine am meisten beeindruckt hat, ist die Professionalität, die diese Community auszeichnet. In Sizilien hat der Begriff Professionalität in der Gastronomie teilweise andere Nuancen. Ich kann sagen, dass ich sehr zufrieden bin, denn Cesarine ist ein äußerst professionelles Unternehmen.

Welches ist dein Herzensrezept?

Mein absolutes Herzensrezept ist das Pasticcio del Gattopardo, ein Gericht, dem ich sehr verbunden bin. Während des zweiten Lockdowns, als uns die Pandemie alle zu Hause festhielt, beschlossen mein Mann und ich, eine kulinarische Reise zu unternehmen und viele sizilianische Rezepte zu entdecken.

Wir haben zahlreiche traditionelle Gerichte der Insel ausprobiert, und darunter war das Pasticcio del Gattopardo einer der unbestrittenen Hauptakteure. Es war nicht beim ersten Versuch ein Erfolg: Bevor wir die beste Variante fanden, mussten wir viele Anläufe nehmen. Schließlich gelang es uns, alle Zutaten zu identifizieren, die zusammen die perfekte Kombination ergaben.

Dieses Gericht ist ein Timballo bzw. eine Pastete aus süßem Mürbeteig. Die Füllung besteht aus Bucatini mit Fleischragù und Béchamelsauce, die alles miteinander verbindet. Zu dieser Basis können je nach Geschmack weitere Zutaten hinzugefügt werden, zum Beispiel Erbsen.

Antonio Campo und Gäste

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Das Pasticcio del Gattopardo

Antonio zeigt sich also tief mit dem Rezept des Pasticcio del Gattopardo verbunden. Doch was macht dieses schmackhafte Gericht so besonders?

Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass dieses Gericht durch den ikonischen Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa berühmt wurde, in dem es bei einem prunkvollen Bankett serviert wird. Es handelt sich um ein typisches Gericht der sizilianischen Tradition, das einst als Symbol des Adels der Insel im 19. Jahrhundert galt, da es in aristokratischen Häusern zu besonderen Anlässen zubereitet wurde – dank seiner Reichhaltigkeit und Komplexität.

Das Pasticcio del Gattopardo ist eine Art herzhafte Pastete mit einer Basis aus salzigem Mürbeteig oder Briséeteig, die eine Füllung aus Makkaroni, Béchamelsauce, Ragù, Erbsen und weiteren Zutaten umschließt, die je nach Geschmack variieren können.

Heute ist dieses Gericht deutlich weniger verbreitet als früher, dennoch bleibt es eine Ikone der traditionellen Küche und bewahrt seine Aura als historisches Gericht.

In diesem Artikel verraten wir Ihnen auch das Rezept dieses prachtvollen sizilianischen Gerichts, damit Sie es selbst zubereiten und genießen können!

Ragù mit Erbsen

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Der Leopard – Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Bevor wir zum Rezept kommen, möchten wir einige Details über den Roman mit Ihnen teilen, der das heutige Gericht inspiriert hat. Der Leopard ist ein Klassiker der italienischen Literatur und gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke der italienischen Erzählliteratur des 20. Jahrhunderts.
Der Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa ist ein Buch über den Wandel und erzählt die Geschichte einer Gesellschaft im Umbruch, einer Aristokratie, die tief mit der Vergangenheit verbunden ist, sich jedoch bewusst ist, dass nichts unverändert bleiben kann.

Szene aus dem Film Der Leopard

Der Titel des Romans leitet sich von dem Tier ab, das im Wappen der aristokratischen Familie dargestellt ist: dem Leoparden.
Die Handlung wird aus der Perspektive des Fürsten von Salina, Don Fabrizio Corbera, erzählt, der den allmählichen Niedergang der Aristokratie, der er angehört, miterlebt. Der Roman konzentriert sich auf den Konflikt zwischen der im Niedergang befindlichen Aristokratie und der neu aufstrebenden Klasse, dem Bürgertum — also zwischen der alten und der neuen Welt.

Wappen des Leoparden

Pasticcio del Gattopardo von Cesarino Antonio

Pasticcio del Gattopardo

Ein sizilianisches Gericht, bei dem Makkaroni, Ragù und Béchamelsauce die Füllung einer herzhaften Pastete bilden – ein Symbol der aristokratischen Küche des 19. Jahrhunderts

Kochzeit45m
Portionen4

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 300 g Makkaroni oder sizilianische Anelletti
  • 50 g Butter
  • 50 g geriebener Parmigiano Reggiano

  • Für das Ragout:
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 150 g Schweinehackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Sellerie
  • 300 g Tomatenpüree
  • 1 Glas Rotwein
  • 2 EL natives Olivenöl extra
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

  • Für die Béchamel:
  • 500 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • Muskatnuss nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack

  • Für die Füllung:
  • 100 g Erbsen
  • 100 g gekochter Schinken in Würfeln
  • 100 g Mozzarella oder Caciocavallo in Würfeln
  • 2 gekochte Eier

  • Für die äußere Kruste:
  • 250 g salziger Mürbeteig oder Blätterteig
  • 1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung

Ragout zubereiten:

  • Zwiebel, Karotte und Sellerie fein hacken und in Öl anbraten.
  • Das Hackfleisch hinzufügen und gut anbraten.
  • Mit Rotwein ablöschen und verdampfen lassen.
  • Tomatenpüree, Salz und Pfeffer hinzufügen und ca. 40 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.


Béchamel zubereiten:

  • In einem kleinen Topf Butter schmelzen, Mehl hinzufügen und goldbraun rösten.
  • Milch unter ständigem Rühren einfließen lassen.
  • Salz und Muskatnuss hinzufügen und kochen, bis eine glatte Creme entsteht.


Teig kochen:

  • Makkaroni in reichlich Salzwasser kochen und al dente abgießen.
  • Teig mit Butter, Parmesan und einem Teil des Ragouts vermengen.


Füllung zusammenstellen:

  • Erbsen, Schinken, Mozzarella und in Stücke geschnittene Eier hinzufügen. Béchamel und restliches Ragout einrühren.


Kruste vorbereiten:

  • Salzigen Mürbeteig oder Blätterteig dünn ausrollen.
  • Eine gefettete Form damit auslegen, etwas Teig für die Abdeckung aufbewahren.


Füllen und schließen:

  • Die Füllung in die Form geben.
  • Mit dem restlichen Teig abdecken und die Ränder gut verschließen.
  • Mit Eigelb bestreichen für eine perfekte Bräunung.


Backen:

  • In einem vorgeheizten statischen Ofen bei 180°C ca. 40-45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
  • Vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen.


Tipp:

Die Pastete des Leopardens schmeckt noch besser, wenn sie im Voraus zubereitet und wieder aufgewärmt wird, da sich die Aromen dann besser verbinden.

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