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portugiesische Milch

Portugiesische Milch: ein weißer Sprung in die kulinarische Geschichte Europas

Manchmal Fiordilatte genannt, manchmal „portugiesische Milch“ oder sogar „stehende Milch“, bewahrt dieses einfache, aber köstliche Puddingdessert stets sein Wesen: ein Dessert mit faszinierender Herkunft, irgendwo zwischen den portugiesischen Höfen und den Traditionen Norditaliens.

Hier ist das Rezept für die portugiesische Milch, ein zartes und cremiges Dessert, das durch seine Schlichtheit bezaubert. Wenige Zutaten, geschickt kombiniert, um einen Moment reiner Süße zu schenken.

portugiesische Milch

Portugiesische Milch

Portugiesische Milch: ein zartes und cremiges Dessert, das durch seine Schlichtheit verzaubert

SchwierigkeitEinfach
Zubereitungszeit15m
Kochzeit1h 25m
Portionen6
KostenNiedrig

Zutaten

  • 1 l sehr frische Sahne
  • 4 Blätter Gelatine
  • 50 g Zucker
  • ½ Glas Rosolio, Anis und Rum gemischt
  • Rum nach Geschmack

Zubereitung

  • Die Sahne zum Kochen bringen, die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in etwas heißer, aber nicht kochender Sahne auflösen.
  • Die Flüssigkeit durch ein Sieb passieren und in das Gefäß mit der restlichen Sahne gießen.
  • Die übrigen Zutaten hinzufügen.
  • Eine Form nehmen, Boden und Seiten mit Rum benetzen, die Masse hineingießen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Zum Stürzen auf die Servierplatte die Form mit einem in heißem Wasser angefeuchteten Tuch umwickeln: Das erleichtert den Vorgang.

Verschiedene Varianten der portugiesischen Milch

Von den portugiesischen Höfen zu den italienischen Tafeln

Seine Ursprünge liegen zwischen Geschichte und Legende. Einer Version zufolge wurde dieser Pudding erstmals am Hof der Familie De’ Medici während des Besuchs einer portugiesischen Delegation serviert. Eine andere Version schreibt seine direkte Einfuhr aus Portugal im 16. Jahrhundert zu, wahrscheinlich durch toskanische Kaufleute auf der Rückreise von einer Reise. Von dort verbreitete sich das Dessert in den Regionen Toskana, Emilia-Romagna, Piemont und Lombardei.

giacomo puccini

Von bäuerlichen Tischen zu den Seiten Artusis

Dieses Dessert fand einen Ehrenplatz in vielen bäuerlichen Gemeinschaften und wurde schließlich zu einem festen Bestandteil unserer Tafeln, auch dank des Komponisten Giacomo Puccini, der seine Mahlzeiten gern mit dieser süßen Köstlichkeit abschloss. Der endgültige Durchbruch kam jedoch mit Pellegrino Artusi: 1891 nahm Artusi das Rezept in sein berühmtes Werk auf und stellte es in drei Varianten vor (mit Vanille, Kaffee und Koriandersamen), womit er dieses Dessert endgültig in der italienischen Tradition verankerte.

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