

Liebe Kohlenhydratliebhaber weltweit, vereinigt euch!
Der 25. Oktober ist ein Datum zum Markieren: Es ist der 26. Weltnudeltag. Lang, kurz, mit Ei, ohne Ei, trocken, gefüllt: die Arten, das Symbol des Made in Italy zuzubereiten, sind nahezu unbegrenzt. Allein in Italien gibt es etwa 300 verschiedene Pastasorten.
Um diesen Tag gebührend zu feiern, stellen wir Ihnen das Rezept für herbstliche gefüllte Pasta vor: Kürbis-Tortelli unserer Cesarina Chiara aus Reggiolo.

„Kürbis-Tortelli gehören zu den typischsten Gerichten der Bassa. Obwohl sie von Mantua beeinflusst sind, sind sie ein traditionelles Gericht der Dörfer am Po, zwischen den Provinzen Reggio Emilia und Mantua, zwischen Emilia und Lombardei. Die Familien pflegen die Tradition der gefüllten Kürbis-Tortelli, gewürzt mit Tomatensauce und dem typischen Soffritto, typisch für den Herbst.“

Kürbis-Tortelli
Typisches Herbstgericht, Symbol der padanischen Küche
Zutaten
- Für den Eiernudelteig:
- 3 Eier
- 300 g Mehl 0
Für die Füllung:- 400 g Kürbis aus Mantua
- 80 g Amaretti
- 80 g geriebener Parmesan
- Muskatnuss
- Salz
Für die Sauce:- 250 g Tomatenpassata
- 1 kleine Zwiebel
- 40 g Butter
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Für die Füllung:
- Kürbis reinigen, in Scheiben schneiden, Kerne und Fasern entfernen.
- Kürbis im Ofen bei 200 °C 30–40 Minuten backen, abgedeckt mit Alufolie. Alternativ dämpfen, aber Backen gibt festen Biss und intensiveren Geschmack.
- Wenn weich, aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen. Haut entfernen und Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken.
- Fein geriebenen Parmesan, zerbröselte Amaretti, Muskat und Salz hinzufügen (optional etwas fein gehackte Birnen- oder Apfelmarmelade).
- Alles gut vermischen.
Für den Teig:
- Eier und Mehl vermengen.
- Teig kneten, bis er glatt und elastisch ist, mit Folie abdecken, ca. 1 Stunde ruhen lassen (Weitere Informationen zur Herstellung von Blätterteig finden Sie in diesem Artikel von uns).
- Teig ausrollen von Hand, Nudelholz oder Maschine.
- Quadrate von ca. 7x7 cm schneiden.
- Jeweils einen Teelöffel Füllung auflegen.
- Teig zu Dreiecken falten und Kanten überkreuzen, typische Hutform.
- In reichlich Salzwasser ca. 7 Minuten kochen.
- Abgießen und mit vorbereiteter Tomatensauce servieren.
Für die Sauce:
- Zwiebel in Butter anschwitzen, Tomatenpassata hinzufügen, 15 Minuten köcheln lassen.
- Mit Parmesan servieren.
Pasta in unserer täglichen Ernährung
Es wird niemanden überraschen, dass die größten Pastakonsumenten der Welt die Italiener sind, mit etwa 23 kg pro Kopf im Jahr. Doch Makkaroni, Spaghetti und Tagliatelle haben inzwischen die ganze Welt erobert: In nur 10 Jahren hat sich der weltweite Konsum fast verdoppelt – eine gute Nachricht, denn Pasta ist in der richtigen Menge gesund und tut auch der Seele gut.
Der Weltpastatag, der 1998 auf Initiative der Unione Italiana Food und der IPO ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, dieses Lebensmittel bekannter zu machen: gesund, nachhaltig und vielseitig. Entgegen vieler Vorurteile ist Pasta keineswegs der Feind für alle, die ihr Idealgewicht erreichen oder halten möchten. Zusammen mit Obst und Gemüse bildet sie die Grundlage der mediterranen Ernährung, die als besonders ausgewogen gilt, da sie Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine liefert und gleichzeitig arm an Fett und tierischen Proteinen ist.

Zwischen Fakten und Legenden: Ein Blick in die Geschichte der Pasta
Es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, mit Sicherheit zu sagen, wer die Pasta erfunden hat. Eines steht jedoch fest: Marco Polo brachte sie nicht 1295 aus China nach Europa. Diese Geschichte, die wohl ein genialer Marketingtrick war, erschien erstmals 1929 im „Macaroni Journal“, der Zeitschrift des amerikanischen Verbandes der Pastahersteller, und verbreitete sich rasant. Sie tauchte sogar in einer Szene des Films „Die Abenteuer des Marco Polo“ von 1938 mit Gary Cooper auf.

Obwohl selbst Sherlock Holmes den Erfinder der Pasta im engeren Sinne nicht genau bestimmen konnte, belegen Dokumente und archäologische Funde mit Sicherheit, dass dieses Lebensmittel den Griechen und Römern bereits bekannt war. Natürlich sollten wir uns keine Festessen mit Tellern voller Makkaroni oder Spaghetti vorstellen (für Tomatensoße müssen wir bis 1837 warten): Die Pasta der Vergangenheit unterschied sich stark von der heutigen und konnte bis zu einer Stunde Kochzeit benötigen. Laut den Schriften des Horaz und Apicius' „De Re Coquinaria“ war eine Pastasorte namens „Lagana“ im antiken Rom verbreitet, und selbst der große Redner Cicero schätzte sie sehr: Sie bestand aus überlappenden Nudelstreifen, die meist mit Gemüse belegt wurden. Ihnen fällt sicher auch die Ähnlichkeit zwischen „Lagana“ und „Lasagne“ auf, nicht wahr?

Nach dem Untergang des Römischen Reiches geriet Pasta scheinbar in Vergessenheit: Vermutlich hatte die Krise in der Landwirtschaft jener Zeit zu einem Rückgang der Getreideproduktion geführt und Pasta zu einem Luxusgut für wenige gemacht.
Erst im 9. Jahrhundert kehrte Pasta auf die Tische zurück: Dank der Araber erfreute sie sich – in ihrer getrockneten, besser haltbaren Form – im gesamten Mittelmeerraum wieder großer Beliebtheit.

Insbesondere auf Sizilien fand die Pasta einen fruchtbaren Boden, und es entwickelte sich eine florierende Pastaindustrie. Ab dem 12. Jahrhundert segelten regelmäßig Schiffe, beladen mit Pasta, von der Insel nach Süditalien, Sardinien und Südfrankreich. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war Pasta jedoch für die Armen unerschwinglich, da sie noch sehr teuer war. Erst im 17. Jahrhundert, mit sinkenden Produktionskosten und dem damit einhergehenden Preisverfall, verbreitete sich ihr Konsum in allen Gesellschaftsschichten.
Jenseits des Tellers
Pasta ist längst nicht mehr nur ein Lebensmittel; sie hat sich aus der Küche befreit und ist zu einem wahren Kultobjekt geworden. Ihr ist sogar ein eigenes Museum gewidmet, und 2010 wurde sie in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts war Pasta Gegenstand verschiedener Werke, wie beispielsweise „Der Makkaroniesser“ des Malers Mathias Stomet, auf dem ein Mann genüsslich einen Teller Pasta mit den Händen verspeist. In jüngerer Zeit hat es weltberühmte Designer wie Philippe Starck inspiriert, der 1984 seine eigenen Makkaroni mit doppelt so dicken "Flügeln" kreierte, weil "Amerikaner und Franzosen dazu neigen, sie zu lange zu kochen", und Mauro Olivieri, dessen Campotti - eine Form ähnlich der Calamarata, aber in der Mitte verjüngt, sodass sie einer Acht ähnelt - bei der 23. Verleihung des Compasso d'Oro eine ehrenvolle Erwähnung erhielt.

Aber auch in der siebten Kunst hat die Pasta Einzug gehalten und ist zum Star von Kultszenen geworden: Unvergessen bleibt die Pasta-Essorgie in Armut und Adel mit Totò und die Herausforderung zwischen Spaghetti und Alberto Sordis Nando in Ein Amerikaner in Rom mit dem berühmten Satz: „Maccarone, du hast mich provoziert und ich werde dich vernichten.“

Der Spaghettibaum
Es ist wohl der größte Scherz aller Zeiten. England, 1. April 1957: Millionen Zuschauer sahen die unglaublichen Bilder einer fröhlichen Schweizer Familie, die Spaghetti von Bäumen pflückte, als wären es Trauben.
Hinter diesem genialen Streich steckte die damals führende Nachrichtenorganisation der Welt: die BBC. Da Spaghetti in England zu dieser Zeit noch nicht sehr bekannt waren und der Sprecher der gefälschten Dokumentation der hoch angesehene Moderator Richard Dimbleby war, fielen viele Engländer auf den Scherz herein und belagerten die Telefonzentrale von Panorama, wo der Beitrag ausgestrahlt wurde, um Informationen darüber zu erhalten, wie man diesen sensationellen Spaghettibaum züchtet.
Jahrzehnte später bezeichnete CNN die gefälschte Dokumentation als „den größten Scherz, den je eine seriöse Nachrichtenorganisation verübt hat“.