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Calascioni aus Ciociaria

Calascioni aus Ciociaria

Außen knusprig, innen weich und würzig: Calascioni aus Ciociaria sind einer jener kulinarischen Schätze Latiums, die viel mehr Bekanntheit verdienen würden. Auch als Calascioni aus Latium bekannt, stammen diese rustikalen Teigtaschen aus der Gegend von Frosinone, sind aber in der ganzen Region und darüber hinaus beliebt. Eine bäuerliche Spezialität, die wir heute dank Cesarina Maria aus Rom wiederentdecken, Hüterin der lokalen Küchentraditionen und Autorin des Rezepts, das wir Ihnen vorstellen.

„Calascioni sind kleine gefüllte Teigtaschen und ihr Geschmack passt perfekt zu einem guten Wein oder Prosecco. Ihre Ursprünge liegen in der alten bäuerlichen und pastoralen Kultur Italiens.“

Was sind Calascioni?

Calascioni sind Teigtaschen aus dünn ausgerolltem Eierteig, gefüllt mit einfachen, aber unwiderstehlichen Zutaten. Schmelzender Käse und Wurst bilden die klassische Füllung, doch es gibt viele Varianten: Manche Familien bereiten sie nur mit Käse zu, andere mit frischem oder gegrilltem Gemüse, je nach Saison und Vorrat. Optisch erinnern sie an die bekannten Panzerotti aus Apulien, unterscheiden sich aber deutlich: Sie werden nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken, und der Teig ist kein Pizzateig, sondern ein leichter, aromatischer Eierteig.

Wann isst man sie? (Spoiler: immer!)

Traditionell mit Ostern verbunden, waren Calascioni aus Ciociaria ein Muss in Picknickkörben und auf den Ostertischen der Familien im Latium. Heute haben sie ihren Platz auch bei Buffets, Aperitifs und als perfektes Street Food für jede Jahreszeit gefunden. Ihre praktische Form und ihr intensiver Geschmack machen sie auch ideal als Snack oder Vorspeise.

Kuriosität: Woher kommt der Name „Calascione“?

Die Etymologie ist nicht sicher, aber spannend: Sie könnte vom Musikinstrument „Calascione“ stammen, ähnlich einer Laute, oder vom lateinischen calassium, das „Korb“ bedeutet. Beide Deutungen erinnern an etwas, das etwas umschließt – wie der Teig die Füllung.

Möchten Sie sie ausprobieren?

Mit dem Rezept unserer Cesarina Maria aus Rom ist es einfach und lohnend, den authentischen Geschmack der Calascioni aus Ciociaria nachzukochen. Perfekt zum Teilen, köstlich warm oder lauwarm – diese Spezialität aus Latium ist purer Genuss. Und wenn man einmal angefangen hat… fällt es schwer aufzuhören!

Calascioni aus Ciociaria, noch ungebacken

Calascioni aus Ciociaria

Gefüllte Teigtaschen aus Eierteig, ideal für Aperitifs und Buffets

SchwierigkeitMittel
Zubereitungszeit40m
Kochzeit40m
Portionen6
KostenNiedrig

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 200 g Mehl Typ 00
  • 2 Eier
  • 1 Esslöffel Olivenöl extra vergine
  • 1 Prise Salz

  • Für die Füllung:
  • 125 g Parmesan
  • 75 g Pecorino
  • 2 große Eier
  • 1 trockene Wurst
  • 1 Prise Salz (optional)
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Eigelb

Zubereitung

  • Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Eier, das Öl und eine Prise Salz hinzufügen und mit einer Gabel zu mischen beginnen.
  • Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen kneten, bis er glatt und gleichmäßig ist.
  • Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt 20 Minuten ruhen lassen.
  • Währenddessen die Füllung vorbereiten. In einer Schüssel zwei Eier verquirlen und nach und nach Parmesan, Pecorino, zerbröselte Wurst, Pfeffer und optional Salz unterrühren.
  • Den Teig etwa 3/4 mm dünn ausrollen, Kreise von etwa 10 cm ausstechen und füllen.
  • Die Calascioni zu Halbmonden formen und die Ränder mit einer Gabel verschließen. Wiederholen, bis alles aufgebraucht ist.
  • Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, die Oberfläche einstechen und mit Eigelb bestreichen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 35/40 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Italienisches Streetfood

Die italienische Kulinarik beschränkt sich nicht auf die renommiertesten Restaurants; sie findet ihren Ausdruck auch in der Welt des Streetfoods. Italienisches Streetfood zu genießen bedeutet, sich auf eine Reise zu begeben und die einfachsten, aber geschmackvollsten kulinarischen Traditionen zu entdecken, bei denen jeder Bissen einen Hauch der lokalen Kultur bietet. Von den lebhaften Märkten Siziliens, wo man knusprige Arancini probieren kann, über die Straßen Roms, wo Supplì allgegenwärtig ist, bis hin zum nördlich gelegenen Florenz, wo man sich ein rustikales Lampredotto schmecken lassen kann – italienisches Streetfood präsentiert das Beste regionaler Spezialitäten. Diese Erlebnisse rund um italienisches Streetfood ermöglichen es Ihnen, in die kulinarischen Traditionen des Bel Paese einzutauchen – auf eine vielleicht ungezwungenere, aber sicherlich nicht weniger köstliche Weise.

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