

Cajoncìe da fighes sind eine ravioliähnliche gefüllte Pasta, typisch für Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch Venetien. Der Name stammt aus dem Dialekt des Fassatals. Eigentlich müsste man von „Namen“ sprechen, denn von Ort zu Ort wird dieses Gericht unterschiedlich bezeichnet – ein Hinweis auf die österreichisch-ungarischen Einflüsse in dieser Region: casumziei, cassunziei, casumzieei, casônsei…
Im Laufe der Jahre hat das Fassatal schwierige Zeiten erlebt, und die Menschen lernten, einfache und leicht verfügbare Zutaten zu kombinieren, um schmackhafte Gerichte zu schaffen, die ihre Familien sättigten.

Wir empfehlen, diese Pasta mit brauner Butter, gerösteten Mohnsamen und Parmesan zu servieren. Die Würze des Käses, die nussigen Noten der Butter und die leicht bittere Note der Mohnsamen harmonieren perfekt mit der kräftigen und süßen Füllung aus Feigen und Kartoffeln. Einfach köstlich!

Cajoncìe da fighes
Eine meisterhafte Verbindung von Süße und Würze
Zutaten
- Für den Teig:
- 200 g Mehl
- Wasser (von den eingeweichten Feigen)
- Olivenöl extra vergine
- 1 Ei
Für die Füllung und Sauce:- 100 g gekochte Kartoffeln
- 250 g getrocknete Feigen
- Einige Lorbeerblätter
- 75 g geriebener Parmesan
- Butter nach Bedarf
- Mohnsamen nach Bedarf
- Salz und Pfeffer nach Bedarf
Zubereitung
- Die Feigen über Nacht in einer großen Schüssel mit lauwarmem Wasser einweichen.
- Wenn Sie mit dem Kochen beginnen, die Feigen aus dem Wasser nehmen, aber das Wasser nicht wegschütten: Es wird für den Teig verwendet und ist sehr aromatisch.
- Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen und die Kartoffeln kochen. Nach dem Garen abkühlen lassen (wenn möglich am Vortag zubereiten).
- Das Mehl auf einer Holzfläche anhäufen und eine Mulde formen. In die Mulde etwas Olivenöl und Salz geben und das Ei hineinschlagen. Mit den Fingern im Uhrzeigersinn vermengen.
- Etwas Feigenwasser hinzufügen, bis ein weicher und gleichmäßiger Teig entsteht.
- Etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.
- Den Teig 15 Minuten unter einer Glasschüssel ruhen lassen.
- Inzwischen die Füllung zubereiten, indem die gekochten Kartoffeln mit fein gehackten Lorbeerblättern zerdrückt werden. Die ebenfalls fein gehackten Feigen mit etwas Salz und Pfeffer vermengen. Falls nötig, etwas Feigenwasser hinzufügen, um die Masse zu binden.
- Den Teig etwa 1–2 mm dünn ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen.
- Jeweils einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben und zu Halbkreisen verschließen. Die Ränder vor dem Schließen leicht mit Wasser befeuchten. Die Cajoncìe sind vorbereitet.
- Die Cajoncìe auf einem bemehlten Küchentuch etwa 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen einen großen Topf Wasser erhitzen und salzen, sobald es kocht.
- Die Cajoncìe ins kochende Wasser geben und 6–8 Minuten garen.
- Währenddessen Butter in einer Pfanne schmelzen und bräunen lassen, bis sie nussig duftet. Parmesan und Mohnsamen hinzufügen.
- Die Cajoncìe abgießen und kurz in der Pfanne schwenken, damit sie gut mit der aromatischen Butter überzogen sind.
Die Cajoncìe sind servierfertig. Guten Appetit!