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Spaghetti mit Reizkern

Spaghetti mit Reizkern

Wer hat sie nicht wenigstens einmal um Mitternacht mit Knoblauch, Öl und Chili gegessen, oder wer hat sich in der Eile, das Mittagessen zuzubereiten, nicht mit einer guten Tomatensauce beholfen? Wir sprechen von einem der bekanntesten Symbole der italienischen Küche: den Spaghetti!

Der Welttag der Spaghetti

Wie jedes Jahr wird am 4. Januar der Welttag der Spaghetti gefeiert. Dieser Anlass ist nicht nur eine Feier eines Pastaformats und seiner Fähigkeit, dank der universellen Sprache des Essens verschiedene Kulturen zu vereinen, sondern auch eine Gelegenheit, über den Nährwert der Pasta, ihre Zubereitung und ihre Geschichte zu informieren.

Zu diesem besonderen Anlass schlagen wir euch das sehr besondere Rezept unserer Cesarina Claudia aus Spoleto vor, bei dem die Spaghetti auf den süßen Geschmack und die knackige Konsistenz der Reizker treffen.

Foto mit Cesarina Claudia, Spaghetti mit Reizkern

„Diese Pilze sind in meiner Familie sehr wichtig; mein Vater und ich gehen sehr gerne in den Wald, um diesen fantastischen Pilz zu suchen. Wir kochen ihn gegrillt oder bereiten diese köstliche Sauce zu, der er ein wirklich intensives und einzigartiges Aroma verleiht.“

Spaghetti mit Reizkern

Spaghetti mit Reizkern

Spaghetti mit herbstlichem Geschmack für ein originelles und schmackhaftes Gericht

SchwierigkeitEinfach
Zubereitungszeit50m
Kochzeit40m
Portionen4
KostenNiedrig

Zutaten

  • 3/4 Reizker
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 ml Tomatenpassata
  • Chili (nach Geschmack)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  • In einer Pfanne Olivenöl, fein gehackte Petersilie, Chili und in kleine Stücke geschnittenen Knoblauch geben und zwei Minuten anbraten.
  • Die zuvor gewaschenen und in Stücke geschnittenen Reizker hinzufügen und einige Minuten ziehen lassen.
  • Die Tomatenpassata, Salz und Pfeffer hinzufügen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 30/40 Minuten kochen lassen.
  • Die Spaghetti kochen und mit der Reizker-Sauce vermengen.
  • Mit frischer Petersilie garnieren und servieren.

Spaghetti: mit Schwung aus dem Osten

Die Geschichten über den Ursprung der Spaghetti sind vielfältig, ebenso wie die Länder, die ihre Urheberschaft beanspruchen. Eines kann jedoch mit Sicherheit gesagt werden: Sie wurden nicht von Marco Polo aus China nach Italien gebracht.

Marco Polo und chinesisches Gebäude

Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass die Spaghetti in einer Region Asiens entstanden sind, die dem heutigen Pakistan entspricht, wo sie ein Nebenprodukt der Pastaherstellung waren und für die Diener des Sultans von Bahawalpur zubereitet wurden.

Es heißt, dass der Sohn des Sultans beim Herumstreifen in den Küchen des Palastes diese Pasta sah und davon positiv überrascht war: Ihre ungewöhnliche Form erinnerte ihn an die Soldaten des Reiches. Nicht zufällig soll der Name „Spaghetti“ von „sipahee“ stammen, was „Soldaten“ bedeutet.

Dank des Interesses des Sohnes des Sultans begannen sich die Spaghetti auch in den höheren Gesellschaftsschichten zu verbreiten.

Die Ankunft der Spaghetti in Italien dank der Araber

Die Spaghetti haben also einen orientalischen Ursprung, nicht nur in Bezug auf ihre Form, sondern auch hinsichtlich der Grundzutat, nämlich Hartweizenmehl (das von den Arabern bereits für Couscous verwendet wurde) und des Trocknungsprozesses (eine Methode, die von den Arabern in den Mittelmeerraum gebracht wurde).

Die Spaghetti wurden im Mittelalter von den Arabern nach Italien gebracht. Damals waren sie noch ein Produkt für wenige, und auch während der Renaissance waren sie nur in den wohlhabenderen Schichten verbreitet. Erst ab dem 19. Jahrhundert, mit der Einführung industrieller Produktionsprozesse und der daraus resultierenden Preissenkung, verbreitete sich das Produkt in ganz Italien auch unter den weniger wohlhabenden Schichten und wurde zum idealen Lebensmittel für Tage, an denen aus religiösen Gründen kein Fleisch gegessen werden durfte.

Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurde das Wort „Spaghetti“ in das italienische Wörterbuch aufgenommen, während 1844 das Rezept eines der einfachsten und ikonischsten Gerichte veröffentlicht wurde: Spaghetti mit San-Marzano-Tomaten.

Verschiedene Spaghetti-Zubereitungen

Von Italien aus erobern die Spaghetti die Welt

Mit der italienischen Auswanderung zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert verbreiteten sich die Spaghetti in neue Gebiete, eroberten zunächst die Vereinigten Staaten und von dort aus den Rest der Welt.

Heute gehören Spaghetti zu den beliebtesten Gerichten: Dank ihrer Vielseitigkeit haben sie sich an die Traditionen verschiedener Länder angepasst und sich natürlich in deren Kultur eingefügt. So gibt es in den USA Spaghetti mit Fleischbällchen, in asiatischen Ländern solche aus Soja oder Reis, ganz zu schweigen von den rund 200 derzeit erfassten Varianten, von dünnen bis dicken, mit rundem oder quadratischem Querschnitt usw.

Spaghetti über die Küche hinaus

Spaghetti sind längst mehr als nur ein Nudelgericht: Sie haben die Grenzen der Küche überschritten und einen festen Platz in der Popkultur erobert. Neben der Bezeichnung eines Filmgenres, des Spaghetti-Westerns, sind sie zu Protagonisten unvergesslicher Filmszenen geworden sowie zu Gegenstand berühmter Streiche, wie dem der BBC über den Spaghetti-Baum.

Kompositbild Kino und BBC

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