

AHaben Sie Lust, einen Aperitif zuzubereiten, der sich vom Üblichen unterscheidet, Ihr Mittagessen mit einer raffinierten Vorspeise zu eröffnen oder sich vielleicht einfach eine kleine süße oder herzhafte Sünde zu gönnen – vielleicht zum Nachmittagskaffee? Das Rezept, das wir Ihnen vorstellen möchten, ist genau das Richtige für Sie. Heute erklären wir Ihnen mit Hilfe unserer Cesarini Alfredo und Tamara aus Florenz, wie man Ficattole zubereitet.
Ficattole, auch Donzelle oder Zonzelle genannt, sind ein typisches Gericht aus dem Mugello und bestehen aus rautenförmigen Stücken aus frittiertem Brotteig, die mit Wurstwaren, Käse und Konfitüren serviert werden: Ihr neutraler Geschmack sorgt dafür, dass sie sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Speisen hervorragend passen.
Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig geklärt, doch vermutlich leitet er sich von den Feigen ab, die früher dem Teig beigefügt wurden.
So verführerisch, wie es nur Frittiertes sein kann, sind Ficattole außen knusprig und innen weich. Sie gehören zur großen Familie typischer Spezialitäten aus frittiertem Teig, die sich nur durch wenige Zutaten unterscheiden und je nach Region unterschiedliche Namen tragen. Denken wir zum Beispiel an die Coccoli aus Florenz, die Sgabei aus der Lunigiana oder an das, was man je nach Gegend zwischen Parma und Bologna pizze fritte, gnocco fritto oder crescentine fritte nennt.
Wie auch immer man sie nennt – sicher ist, dass Sie ein rustikales und köstliches Gericht genießen werden, bei dem ein Bissen den nächsten nach sich zieht, und die wahre Herausforderung darin besteht, rechtzeitig aufzuhören!

Ficattole aus dem Mugello
Die köstliche toskanische Frittier-Spezialität, perfekt für Aperitifs, Brunch oder Zwischenmahlzeiten
Zutaten
- 200 g Weizenmehl Typ 00
- 15 g Schweineschmalz oder Butter
- 15 g Bierhefe (in einer Tasse lauwarmem Wasser aufzulösen)
- Öl (zum Frittieren) nach Bedarf
- Salz nach Bedarf
Zubereitung
- Das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und in die Mitte das Schmalz, eine Prise Salz sowie die Hefe (zuvor in einer Tasse lauwarmem Wasser aufgelöst) geben und mit den Händen zu einem homogenen, brotteigähnlichen Teig verarbeiten.
- Den Teig etwa eine Stunde ruhen lassen.
- Den Teig zu einer dünnen Platte von etwa 3 oder 4 mm ausrollen, dann in Rechtecke (oder Rauten) von 5 oder 6 cm Seitenlänge schneiden und in die Mitte jedes Rechtecks mit einem Messer (oder Teigrädchen) einen senkrechten Schnitt setzen.
- 15 bis 20 Minuten ruhen lassen.
- In reichlich heißem Öl frittieren.
- Sobald sie goldbraun sind, abtropfen lassen und auf Küchenpapier für Frittiertes legen.
- Die Ficattole heiß servieren.