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Tortellini

Nationaler Tortellini-Tag

Der Tortellini Day ist eine Feier, die die Liebe zu einem der ikonischsten Gerichte der emilianischen und italienischen Küche widerspiegelt: den Tortellini. Dieses Fest entstand in den Vereinigten Staaten, wo der National Tortellini Day jedes Jahr am 13. Februar gefeiert wird und den gefüllten Teigwaren, einem Symbol für Geselligkeit und Tradition, gewidmet ist. In Italien wird der Tortellino so sehr gefeiert, dass ein einzelner Tag nicht ausreicht: Ihm werden ganze Veranstaltungen gewidmet, darunter das Tortellini-Festival in Bologna und die Sagra del Tortellino in Castelfranco Emilia.

Anlässlich dieses Festes zeigt uns unsere Cesarina Paola, wie man den echten Tortellino knetet und zubereitet, der aus Castelfranco Emilia stammt und ein Symbol Bolognas ist.

Collage Tortellini-Masterclass

Die Tortellini

Lernen Sie Tricks und Geheimnisse, um von Grund auf ein perfektes Tortellini-Gericht zuzubereiten

SchwierigkeitSchwer
Zubereitungszeit24h
Kochzeit15m
Portionen4
KostenHoch

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 100 g Mehl Typ 00
  • 1 mittelgroßes Ei

  • Für die Füllung:
  • 100 g roher Schinken
  • 100 g Mortadella
  • 100 g Schweinelende am Stück
  • 150 g geriebener Parmigiano Reggiano 36-40 Monate
  • 1 Ei (optional)
  • Muskatnuss
  • Salz nach Geschmack

Zubereitung

Für den Teig:

  • Mehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde in der Mitte formen.
  • Das Ei hineingeben und mit einer Gabel verquirlen, bis die Farbe gleichmäßig ist.
  • Falls nötig, nach und nach Mehl von den Innenrändern hinzufügen, damit das Ei nicht ausläuft.
  • Mit der Gabel weiterrühren, bis der Teig die richtige Konsistenz hat, um mit den Händen zu arbeiten. Mit einem Spatel den Teig vom Brett lösen.
  • Den Teig mit der Handfläche nach außen rollen, nicht nach unten drücken.
  • Bei Bedarf zusätzlich Mehl hinzufügen, bis der Teig glatt und nicht klebrig ist.
  • Den leicht bemehlten Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten ruhen lassen, damit das Gluten entspannt.
  • Den Teig ausrollen („tirare la sfoglia“), bis er sehr dünn ist und Licht hindurchscheinen lässt. Wenn eine Nudelmaschine verwendet wird, 70 % Mehl Typ 00 und 30 % Hartweizengrieß mischen.


Für die Füllung:

  • Die Schweinelende in Butter mit Salz, etwas Wein und, wenn der Wein verdampft ist, mit etwas Fleischbrühe braten.
  • Alle Zutaten zweimal durch den Fleischwolf geben (erst mittlere Löcher, dann kleine Löcher).
  • Fein gehackte Masse mit Parmigiano Reggiano, optional Ei, Muskatnuss und bei Bedarf Salz mischen.
  • Alles gut verkneten und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.


Herstellung der Tortellini:

  • Zuerst Quadrate von ca. 2,5 cm mit einem Teigausstecher schneiden.
  • Füllung in ausreichender Menge daraufgeben.
  • Vom Quadrat zum Dreieck falten: die Spitzen zum Körper hin umklappen und die Ränder verschließen.
  • Tortellini in guter Fleischbrühe kochen, entweder im Sud servieren oder mit Sahne-Parmesan-Creme (wenig Sahne, viel Parmesan). Auch in diesem Fall die Tortellini im Fleischsud garen.

Der Tortellino: Geschichte und Legende

Der Tortellino, mit alten Ursprüngen, ist seit jeher Gegenstand eines leidenschaftlichen Streits zwischen Modena und Bologna, die beide seine Herkunft beanspruchen. Der Streit rührt vor allem daher, dass Castelfranco Emilia, als Geburtsort des Tortellini betrachtet, bis 1929 zur Provinz Bologna gehörte und dann der Provinz Modena zugeteilt wurde.

Castelfranco Tortellini-Denkmal

Eine Legende besagt, dass die Göttin Venus eine Rolle spielte: Während des Kriegs zwischen Modena und Bologna wegen des „Secchia rapita“ suchten Venus, Bacchus und Mars Zuflucht in der Herberge Corona in Castelfranco Emilia. Am nächsten Morgen gingen Mars und Bacchus, Venus schlief noch. Beim Aufwachen zeigte sie dem Wirt ihren perfekten Nabel, der Mann war so beeindruckt, dass er seine Form nachahmte und so den Tortellino schuf. In Bologna erscheint die erste schriftliche Erwähnung 1289 in einem Dokument, in dem Studenten in einer Taverne beim Würfeln erwischt wurden, während sie Tortellini aßen. Heute teilen Modena und Bologna dieses Erbe, und der Tortellino ist offiziell ein typisches Produkt der Emilia-Romagna, doch der Streit um seine Herkunft ist noch nicht beendet.

Balanzoni auf einem Schneidebrett

In den letzten Jahren haben Köche und Liebhaber über die klassische Brühe hinaus überraschende Interpretationen entwickelt. Zu den bekanntesten „Abkömmlingen“ gehören die großen Balanzoni (grüner Nudelteig mit Spinatfüllung aus Ricotta und Mortadella) und die Smeraldini. Auch die „Venus-Truhe“ ist erwähnenswert: ein Mürbeteigkorb mit Tortellini, Ragù, Béchamel und Parmigiano Reggiano.

Diese Varianten zeigen die Anpassungsfähigkeit des Tortellinos, ohne den starken Bezug zur Tradition zu verlieren.

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